Hospiz-Initiative Melle

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0177 4131959

Ambulanter Hospizdienst

Unsere Arbeit

 

Was können und dürfen Sie von uns erwarten?


Die Wünsche und Bedürfnisse des sterbenden Menschen und seiner Angehörigen stehen im Mittelpunkt für uns. Gemeinsam schauen wir, was Sie sich wünschen und was für uns möglich ist. Jede Begleitungssituation ist individuell, weil jeder von uns einzigartig ist!

Begleitung bedeutet für uns:

• Offenheit und Einfühlungsvermögen für Leiden und Abschiednehmen

• Miteinander zu reden und zu schweigen, zuhören können und da sein.

• Schweres mitzutragen und auszuhalten, aber auch Schönes und Freude miteinander zu teilen

• Sterbende und Angehörige in der Gestaltung des Abschiednehmens zu unterstützen und gemeinsam hilfreiche Rituale zu entwickeln

• Zusammenarbeit mit Hausärzten, ambulanten Pflegediensten und Sozialstationen, dem Christlichen Klinikum Melle und umliegenden Krankenhäusern

• Vermittlung von Kontakten zu Seelsorgern und Kirchengemeinden

• Bei Patientenverfügungen und Vorsorgevollmachten behilflich zu sein

 

Hospiz ist vom lateinischen Wort "hospitium" abgeleitet und bedeutet Herberge und Gastfreundschaft. Die moderne Hospizbewegung knüpft an eine christlich-mittelalterliche Tradition an. Hospize waren Herbergen entlang von Pilgerwegen. Das Leben galt ganz selbstverständlich als Reise und man verstand sich selbst als Gast auf Erden. In den Hospizen erhielten Pilger Stärkung, Schutz, Pflege und Hilfe. Die englische Ärztin, Krankenschwester und Sozialarbeiterin Cicely Saunders, selbst im anglikanischen Glauben verwurzelt, errichtete 1967 das "St. Christophers Hospice" als besondere Herberge für 50 sterbende Menschen in London. In Deutschland hat man viel von der Entwicklung der Hospizarbeit und Palliativmedizin in England profitiert. Von Cicely Saunders stammt ein Zitat, das uns für unsere Arbeit wichtig geworden ist:

"Sie sind bis zum letzten Augenblick Ihres Lebens wichtig, und wir werden alles tun, damit Sie nicht nur in Frieden sterben, sondern auch bis zuletzt leben können." Cicely Saunders

Bis heute wird Hospizarbeit mit Geborgenheit, Mitmenschlichkeit, Linderung von Schmerzen und geistlichem Beistand assoziiert. Menschen sollen in vertrauter Umgebung - möglichst zu Hause - selbstbestimmt und würdig auf der letzten Lebensreise ganzheitlich begleitet werden.

Folgende Basiselemente charakterisieren die moderne Hospiz- und Palliativkultur, für die wir uns als Hospiz-Initiative Melle e.V. einsetzen:

1. Optimale Schmerztherapie und Symptomkontrolle
Im Rahmen von Palliativpflege und Palliativmedizin steht das Lindern von Schmerzen und anderen belastenden Symptomen (Übelkeit, Obstipation, Luftnot) im Vordergrund. Die bestmögliche Lebensqualität ist von höchster Bedeutung für Pflegende und Ärzte. Hierzu ist Kreativität und Fachwissen erforderlich.


2. Umfassende psycho-soziale Begleitung
Mit Offenheit und Einfühlungsvermögen begegnen Hospizmitarbeiter Gedanken und Gefühlen, die am Lebensende für den Einzelnen wichtig sind. Jeder Mensch hat das Recht im Tod nicht einsam zu sein. Manchmal kann es wichtig sein mit Unterstützung "letzte Dinge" klären und regeln zu können.


3. Individuelle spirituell-seelsorgerliche Begleitung
Die Auseinandersetzung mit existenziellen Fragen zu Sinn und Ziel von Leben, Leiden und Tod sowie Aspekte von persönlicher Schuld und Jenseitsvorstellungen können in der letzten Lebensphase neue Wichtigkeit erhalten, für die Menschen kompetente und zugewandte Gegenüber brauchen, um zu tragfähigen Antworten zu gelangen.

Hospizarbeit = interdisziplinäre Teamarbeit

Die Hospiz-Initiative Melle e.V. will mit anderen gemeinsam in der Stadt zu einer guten Palliativ- und Hospizkultur beitragen.

Die Präambel unserer Vereinssatzung gibt Einblicke in unsere Grundhaltungen und Leitgedanken für die ambulante Hospizarbeit in Melle .

Die Hospiz-Initiative Melle beruft sich auf die Hospizbewegung und betrachtet das menschliche Leben von seinem Beginn bis zu seinem Tode als ein Ganzes. Sterben ist Leben - Leben vor dem Tod.

Der sterbende Mensch und seine nahen Angehörigen stehen im Mittelpunkt der Arbeit. Durch eine umfassende Begleitung soll das "Sterben zu Hause" ermöglicht werden, in dem der Mensch unter größtmöglicher Linderung von Leiden bis zuletzt in Würde leben darf.

Grundlage der Arbeit ist der Respekt vor der Selbstbestimmung des Sterbenden, seine persönliche Lebensgeschichte und die sich daraus ergebenen Wünsche und Bedürfnisse, unabhängig von seiner Weltanschauung sowie seiner sozialen und religiösen Zugehörigkeit.

Zur Sterbebegleitung gehört im notwendigen Umfang auch die Trauerbegleitung.

Unverzichtbarer Bestandteil der Hospizarbeit ist die ehrenamtliche Tätigkeit.